Au weia …

One man, one vote !
An diesem verhängnisvollen Grundsatz halten wir fest wie die Amerikaner an ihrem in der Verfassung verankerten Recht, eine Waffe zu tragen.

One man, one vote !
Dabei ist es unerheblich, ob ein Wähler über politischen Sachverstand verfügt oder ein Trottel ist, der ganz einfach der Empfehlung seines Boulevard Blattes folgt.

Gerade haben die Briten sich für den Brexit entschieden.
Gratulation zu dieser demokratischen Entscheidung.

Vielleicht entscheiden sich die Amerikaner bald für Donald Trump.

Wollen wir an unseren demokratischen Systemen etwas ändern, so dass sie besser funktionieren?
Offenbar nein. An die Heiligen Kühe wagen wir uns nicht heran.

Na gut. Dann also weiter mit beschleunigter Geschwindigkeit in Richtung Untergang.

Aus mir unerfindlichen Gründen schwört jeder demokratische Staat auf nur seine Ausprägung eines demokratischen Systems, als sei genau dies optimal und von daher nicht mehr optimierbar.
Was für eine törichte Einstellung.

Politiker schielen stets auf die Gunst der Wähler. Und so scheuen sie sich davor, Ideen zu äußern, die die beim Wähler eventuell nicht gut ankommen würden. Dazu eine großartige Gelegenheit für die gegnerischen Parteien, die Idee nach allen Regeln der Kunst zu verunglimpfen.

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Journalisten gehören zweifellos zu den best informierten Beobachtern der politischen Szene.
Wollen sie helfen, Veränderungen in Gang zu bringen?

Nein.
Das sei nicht ihr Job, höre ich sie sagen. Ihr Job sei es, zu beobachten, zu informieren und ggf. zu kommentieren.

Doch sie sind nicht nur Journalisten, sondern auch Staatsbürger.
Und als Staatsbürger tragen sie so viel Verantwortung für unsere Zukunft wie jeder andere auch. Sie haben keinen Sonderstatus, der ihnen verbietet, politisch aktiv zu werden.

Liebe Dunja,

Liebe Dunja,
liebe deutsche Öffentlichkeit,

nachfolgend eine kurze Vorstellung des Projekts Thinktank Integration.

Gibt es wirklich ernsthafte Anzeichen dafür, dass unserer politisches System das vielschichtige Thema INTEGRATION mit dem notwendigen Engagement in Angriff nimmt, so dass wir nicht in zehn Jahren sagen müssen: „Wir hatten leider die Gelegenheit versäumt …“

INTEGRATION beinhaltet dabei nicht nur die Mammutaufgabe, den Hunderttausenden Migranten so bald wie möglich gute Deutsch- und Orientierungskurse anzubieten, so dass nach berufseinführenden Kursen so viele wie möglich in Ausbildung oder Arbeit kommen können – gemeint ist auch die Integration junger Deutscher, die Gefahr laufen, abzudriften oder bereits eine feindliche Haltung gegenüber unserer Gesellschaft eingenommen haben.

Uns Bürgern wie auch den Politikern ist klar, dass wir diese Aufgabe meistern müssen, weil die gesellschaftlichen Folgen andernfalls fatal sein werden.

Wir alle haben im Verlauf des vergangenen Jahres miterleben müssen, wie unsere Bundesregierung bei der Bewältigung wichtiger Aufgaben in Zusammenhang mit dem Thema Flüchtlinge jämmerlich versagt hat.

Und nicht nur bei diesem Thema.
Wie bemerkte doch schon der Insider Helmut Schmidt? „Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden.“
Oha! Wenn uns das nicht zu denken geben sollte …

Was also ist die Konsequenz?

Die AfD wählen?
Natürlich nicht.
Diejenigen, die die AfD wählen, bekämpfen?
Auch nicht.

„Du veränderst die Welt nicht, indem du die bestehende Realität bekämpfst. Um etwas zu verändern, entwirf ein neues Modell, das das Existierende überholt erscheinen lässt.“
Richard Buckminster Fuller

Die Lösung ist, unserer Regierung zur Seite zu stehen, indem WIR das gesamte Thema Integration anpacken, um die bestmöglichen Lösungen und Maßnahmen auszuarbeiten und diese dann der Regierung zur Umsetzung vorzuschlagen.

WIR, das ist die Zivilgesellschaft.
Damit meine ich nicht, dass jeder Bürger eingeladen werden soll, an den Diskursen mitzuwirken.

Eingeladen in den Thinktank werden aus gutem Grund vielmehr „Experten“ der unterschiedlichsten Disziplinen, unterstützt von Journalisten, Politikern und klugen gesellschaftlich engagierten Prominenten, die dem Projekt die notwendige Durchschlagskraft verleihen sollen.

Denkfabriken haben sich in der Politik vielerorts bewährt; so greifen Politiker nicht selten auf Vorschläge zurück, die von spezialisierten Thinktanks ausgearbeitet wurden. So stammt beispielsweise die Idee zum kontrovers diskutierten Abkommen mit der Türkei aus der von Gerald Knaus gegründeten Denkfabrik ESI (Europäische Stabilitätsinitiative).

Hier eine kleine Auswahl der Personen, die ich gerne einladen möchte, das Projekt ins Leben zu rufen und in jeder Form zu unterstützen.

Rasha Abbas
Peter Altmaier
Jakob Augstein
Nikolas Blome
Marco Bülow
Mathias Döpfner
Anke Domscheit-Berg
Naika Foroutan
Heiner Geißler
Gregor Gysi
Dunja Hayali *)
Khola Maryam Hübsch
Jaafar Abdul Karim
Wolfgang Kaschube
Lamya Kaddor
Gerald Knaus
Sebastian Kurz
Maybrit Illner
Renate Künast
Sascha Lobo
Sineb els Masrar
Albrecht Müller
Thomas Mücke
Cem Özemir
Aydan Özoguz
Frank Plasberg
Heribert Prantl
Richard David Precht
Anja Raschke
Constantin Schneider
Serdan Somuncu
Til Schweiger
Guido Steinberg
Sahra Wagenknecht
Rangar Yogeshwar
Juli Zeh

Dazu kämen noch viele weitere Soziologen, Sozialarbeiter, Terrorismusforscher, Islamwissenschaftler, Sozialarbeiter und Politologen, die jeweils weitere Personen aus ihrem Gesichtsfeld dazuladen können.

Da sich das Themengebiet INTEGRATION aus vielen einzelnen Themen zusammensetzt, bedarf es einer thematischen Aufteilung.

Zur Strukturierung der einzelnen diskursiven Prozesse existieren bereits relativ detaillierte Pläne, die ich im Zusammenhang mit dem Projekt BEST IDEAS FUTURE ausgearbeitet hatte.

Soweit eine kurze Einführung zu meiner Initiative
Ich persönlich möchte das Projekt lediglich anstoßen, jedoch darin keine tragende Funktion übernehmen.

Insofern soll sich also niemand abgeschreckt fühlen, weil der Initiator des Thinktanks weder über Rang und Namen, noch über eine Expertise zum Thema Integration verfügt.

*) Dunja Hayali
hatte ich anlässlich eines Besuchs im ZDF Morgenmagazin Café’s am 6. Juni bereits eine Nachricht zukommen lassen, um sie über das Projekt zu informieren.
Leider hat sie darauf nicht reagiert.
Ich werde es wieder und wieder versuchen, denn sie ist eine Person, die mit sehr geringem Einsatz viel bewegen kann, indem sie andere aus dem o.g. Kreis anspricht.

Wer auch immer über diese Seite stolpert, ist herzlich eingeladen, einen Kommentar zu hinterlassen.

Mit herzlichem Gruß

Daniel Oehlmann