BLOG – Bessere Deutsche werden

Ich zitiere nachfolgend aus einem Leserbrief:

VORDERUNG

„Wir Deutschen können verlangen, das Flüchtlinge Bald deutsch Lernen, so das sie sich Hier fließent Verständiegen könen, wie als auch Lesen und Schreiben, sowie wir Deutsche Bürger.“

BLOG – Na bitte, es geht doch

„Überraschungstreffen Indien – Pakistan: „Bitte kommen Sie doch auf einen Tee vorbei“.

So die Überschrift eines Artikels in SPIEGEL online, der ganz schnell wieder von Katastrophenmeldungen verdrängt wurde.
Eben aus diesem Grunde wollte ich ihn in meinen Blog ‚retten‘, bevor er wieder unsichtbar wird.

Zwei Atommächte, die seit Jahrzehnten unter anderem wegen des Streits um die Grenzregion Kaschmir nicht miteinander geredet haben, gehen plötzlich aufeinander zu.
Erstaunlich, was möglich ist, wenn man den Mut hat, sich von alten Denkweisen zu verabschieden…

Den Schritt zurück in die Eiszeit bewirkt die NATO hingegen mit ihrer Konfrontationspolitik und der Idee, man könne Russland durch Sanktionen in die Knie zwingen.

Russland und die Türkei beweisen gerade im Eiltempo, wie schnell aus Freunden Feinde werden können, wenn zwei sture Politiker zu stolz sind, ein Fehlverhalten zuzugeben und sich zu entschuldigen.

Manchmal stelle ich mir vor, was Außerirdische von uns denken würden, wenn sie uns Menschen beobachteten. Hoch intelligente Wesen, die sich als Individuen und als Gemeinschaften konsequent egoistisch verhalten und dadurch ihr eigenes Grab schaufeln. Ein Irrenhaus.

BLOG – Mutige Experimente

Finnland und die Schweiz ’spielen‘ mit dem Gedanken eines bedingungslosen Grundeinkommens. Auch in Holland wird schon experimentiert.
Im Detail.

Hier sollen eventuell gewaltige volkswirtschaftliche Weichen gestellt werden, über die das Volk abstimmen soll.
Kann das gut gehen vor dem Hintergrund, dass so gut wie keiner der stimmberechtigten Bürger die weitreichenden Konsequenzen überblicken kann?

Doch derartige Bedenken werden schnell vom Tisch gewischt. Das grenzenlose Vertrauen in demokratische Abstimmungen ist ungleich stärker. One man – one vote.

Und in der Tat. Hat nicht der Souverän im Staate immer wieder bewiesen, dass er klug zu entscheiden weiß?

Die Deutschen wählten die NSDAP an die Macht, die Italiener ihren Berlusconi immer wieder, die Amerikaner wiederholt Regierungen, die sich im Nahen Osten aufführten wie der Elefant im Porzellanladen. Die Polen wählten rechte Kräfte an die Macht, die gerade das Verfassungsgericht demontieren und die Türken lassen sich nach wie vor von Herrn Erdogan einlullen, sehr zum Leidwesen der verfolgten Minderheiten und Journalisten, die wegen Kritik am Regime im Gefängnis landen.
Auch die Israelis entscheiden sich immer wieder für eine Regierung, die den Konflikt mit den Palestinensern weiter anstachelt, statt ihn zu lösen.

Und sollte sich das Volk im von Gott gesegneten Amerika bei den nächsten demokratischen Präsidentschaftswahlen für den Kandidaten Donald Trump entscheiden, so wäre dies ein weiterer Beweis für das Nichtfunktionieren des demokratischen Gedankens in seinen derzeitigen Ausprägungen.

Welche Staaten haben prozentual die meisten Kriege begonnen, die demokratischen oder die nicht demokratisch regierten?
Sicher ahnen Sie es bereits …

Hier ist die Auflösung (bei Minute 6)
Der Politologe Prof. Dr. Wolfgang Merkel vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung hat sich ausführlich mit dem Thema „Frieden durch Demokratie?“ beschäftigt.

BLOG – Wir sind bereits im Himmel

Mich beeindruckten die Worte eines Flüchtlings:

„Die deutschen Menschen leben im Himmel. Aber die meisten wissen das nicht. Sie glauben, der Himmel komme nach dem Tod. Aber das hier, das hier ist der Himmel.“

Und dann stolperte ich über diesen Artikel, der so begann:

„Glück“ heißt das Fach, das Brückner an diesem grauen Novembervormittag in der Grundschule Rönneburg in Hamburg-Harburg unterrichtet. Einmal pro Woche sollen die Kinder ihre Sinne schärfen für die Herrlichkeiten des Alltags: den Geschmack von frischem Obst, das Leuchten von Kerzen, das behagliche Gefühl, wenn man sich zusammen an einen liebevoll gedeckten Tisch setzt. Ein Heidelberger Oberstudiendirektor hat das Fach 2007 erstmals an seiner Schule eingeführt, inzwischen gibt es im deutschsprachigen Raum mehr als hundert Schulen, die es anbieten.“

BLOG – Langsam erwachen wir aus dem Dornröschenschlaf

Aha…

„Eine Mehrheit der Deutschen hält laut der Umfrage die Politiker für überfordert. 56 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu: „Die Politiker sind den Herausforderungen der Zeit immer weniger gewachsen.“ In Ortschaften unter 5000 Einwohnern sind es gar 66 Prozent, die von der Politik kaum noch Lösungen erwarten. „Generell nehmen die Vertrauensverluste gegenüber der Politik zu“, konstatierte Opaschowski.“

Quelle: ntv

Und wer findet dann die Lösungen, wenn es die Politiker nicht vermögen?

Geht es der deutschen Bevölkerung vielleicht wie einem heranwachsenden Kind, das zunächst davon ausgeht, dass die Eltern es beschützen und ihm den richtigen Weg ins Leben weisen können…
Und dann erlebt es zunehmend Situationen, in denen die Eltern offenbar falsche Entscheidungen treffen, oft ratlos sind.
Mehr und mehr lernt der Heranwachsende, dass es am besten ist, wenn er sich nicht auf die Eltern verlassen, sondern seine eigenen Entscheidungen für sein Leben treffen sollte.

Lernt die Bevölkerung vielleicht gerade, dass sie gut beraten wäre, selbst optimale Lösungen zu finden, statt weiterhin auf Lösungen von Politikern zu warten und zu hoffen, dass die optimal sind?

Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn erklärte:

„Politiker achteten zu sehr auf Stimmungen und die nächste Wahl und zu wenig auf zwangsläufige wirtschaftlichen Konsequenzen. Deshalb müssten sich die Volkswirte von Instituten und Universitäten „öffentlich zu Wort melden und die Leute aufklären über die langfristigen Folgen von Politikentscheidungen“, sagte der streitbare Professor.“

Hier zwei aus meiner Sicht bemerkenswerte Interviews:

Jakob Augstein über Gerechtigkeit und Jean Claude Juncker über die Allmacht des Geldes.
Ich erschrak, als ich mir bewusst wurde, dass beide Interviews bereits im Jahre 2013 geführt wurden. Da beschrieben zwei kluge Männer bereits vor zwei Jahren, wie wir uns ungesteuert und offenbar unaufhaltsam auf einen Abgrund zubewegen. Und mir wird ganz heiß und kalt, wenn ich feststellen muss, dass wir den Kurs unbeirrt beibehalten haben.

BLOG – Schöne Aussichten

Nur eine kleine Episode. Doch sie zeigt, was auf uns zu kommt, wenn unbescholtene Bürger künftig auf ganz neue Weise der Willkür des Staates ausgesetzt sein werden.

Zwei Engländer mit sieben Kindern möchten Disney Land in Florida besuchen. Doch am Flughafen Gatwick wird ihnen kurz vor dem Boarding von Sicherheitsbehörden ohne Begründung die Einreisegenehmigung verweigert.

Welcher Makel führte wohl zu dieser Entscheidung der US-Heimatschutz Beamten?
Die Familie war muslimischen Glaubens.

Wirft Donald Trump bereits seine Schatten voraus?

Hier der Artikel.

BLOG – Und was ist die Konsequenz ???

Die Unzufriedenheit mit den deutschen Politikern nimmt zu.

„Zugleich befindet sich das Vertrauen in die Politiker auf einem neuen Tiefpunkt, wie die Umfrage weiter ergab. 87 Prozent vermuten, dass die Politiker weiter an Zustimmung verlieren werden. 2014 hatte dieser Anteil bei 81 Prozent gelegen, 2013 bei 77 Prozent. „Durch alle Gesellschaftsschichten hindurch zieht sich eine große Unzufriedenheit mit den gegenwärtigen Volksvertretern“, konstatierte Reinhardt.“

So das Resümee in diesem Artikel von n-tv: „Banger Blick ins Jahr 2016 – Die ‚German Angst‘ ist wieder da.“

Gut nachvollziehbar.
Doch wann ziehen die Deutschen aus ihren Erfahrungen mit unseren Politikern die Konsequenzen?

„Wir schaffen das“, sagt die Kanzlerin.
Wer hier etwas geschafft hat, das war nicht die sich hilflos zeigende Politiker, sonder die zig Tausend ehrenamtlichen Helfer. Sie haben sich an vielen Orten spontan besser organisiert, als es die Verwaltung vermochte.
Aber das wissen wir ja inzwischen.

Dass die Zivilgesellschaft da hilft, wo der Staat versagt, ist sinnvoll. Bislang hat sich dies auf ganz praktischer Ebene bewährt, da wo es um das Sammeln von Kleidern, um die Organisation von Essen und Unterkünften für Flüchtlinge ging, um Deutschkurse und persönliche Hilfestellungen für Menschen in Not.

Der nächste wichtige Schritt wäre, dass freiwillige Hilfe nicht nur mit der Hand, sondern auch mit dem Kopf geleistet wird.
Die Politiker sind – verständlicherweise – überfordert. Sie brauchen Hilfe beim Analysieren und beim Finden der besten Lösungen für die vielfältigen Probleme. Und dies nicht nur bezogen auf die Flüchtlingswelle.

Die Zeit ist reif.
Doch noch tun die Politiker so, als könnten sie es alles alleine schaffen. Und die Bevölkerung meint, dass es ihr nicht zusteht, mitzubestimmen.

Eine aktive Bürgerbeteiligung an politischen Entscheidungsfindungen ist angesagt.
Nur auf diese Weise kann die Unzufriedenheit der Bürger abgebaut und der AfD der Wind aus den Segeln genommen werden.

BLOG – „Wir“ und „Ihr“ – Wer ist nun Freund und wer ist Feind?

Seit Monaten sind wir dabei, uns zu verorten. Wer sind „wir“, und wer sind die anderen?
Wir sind die Guten und Ihr – Ihr Seid diejenigen, die uns gegenüber feindlich gegenüber stehen, Ihr Seid potentielle Terroristen.

Vor einigen Tagen sortierte Donald Trump die beiden Lager neu, indem er sich für ein Einreiseverbot für alle Moslime aussprach, immerhin ein Drittel der Menschheit. Eine völlig indiskutable Idee, doch ein Beispiel dafür, wie hilflos die Politik darin ist, die Feinde unserer freiheitlichen Lebensweise auszumachen.

Auch wenn sich in Deutschland kein Politiker zu solch extremen Aussagen hinreissen lassen würde – unterschwellig ziehen doch viele Deutsche genau dieselbe Trennlinie zwischen dem Wir und Ihr.

Ihr – das sind Menschen aus einem anderen Kulturkreis, deren Wertesystem ganz grundsätzlich mit dem unseren zu kollidieren scheint.
Vergessen wird dabei nur, dass Muslime ebenso über einen Kamm zu scheren sind wie Juden oder Christen. In allen Religionen gibt es auf der einen Seite sehr konservative und auf der anderen äußerst liberale Geister.

Das Bemühen um Differenzierung wir jedoch aktuell beim Thema Islam durch militante Gruppen erschwert, die behaupten, im Sinne des Propheten zu handeln. Was unweigerlich eine Glaubensgemeinschaft von immerhin 2,2 Milliarden Menschen in Misskredit bringt.

Man stelle sich vor, es seien Gruppen fanatischer Christen unterwegs, die einen Gottesstaat aufbauen wollen und sich dabei auf das Alte Testament beziehen.
Wie würden sich gläubige Katholiken und Protestanten fühlen, wenn man sie mit diesen Extremisten assoziierte und bald verdächtigte, die Idee eines solchen Gottesstaates zu unterstützen?

Auch wenn der Vergleich nicht angemessen ist, so zeigt er dennoch, wie schnell wir Menschen zu einer vereinfachten Sicht tendieren, was zu sehr extremen Reaktionen führen kann. Siehe Donald Trump und seine vielen Millionen Anhänger, die ebenso denken.

Ich meine, wir sollten die Trennlinie zwischen WIR und IHR ganz bewusst an ganz anderer Stelle ziehen: Statt unsere muslimischen Mitbürger auszugrenzen und dazu kommende Flüchtlinge mit einem gewissen Misstrauen willkommen zu heißen, sollten wir sie ganz ausdrücklich als ein Teil des WIR betrachten und dies auch klar zum Ausdruck bringen.

Wir, die Christen, Juden, Buddhisten und Muslime sitzen alle in einem Boot und wir sind gut beraten, uns gegen diejenigen zu verbünden, die unser Boot gerne versenken wollen.

Insofern sollten wir auf Muslime zugehen und sie explizit in den Kampf gegen Terroristen jeder Couleur aktiv einbeziehen.
So sollten sie in ihren Communities die Ohren aufmachen und Alarm schlagen, wenn sie Hinweise auf Angriffe gegen unser gemeinsames Bedürfnis nach einem Leben in Frieden finden.

„Wir“ und „Ihr“ – das sind nicht Christen und Muslime, sondern es sind die friedfertigen Menschen auf der einen und Terroristen auf der anderen Seite.

Gedanken, wie sie Trump in die Welt bringt, sind äußerst gefährlich, weil sie Fronten aufbauen zwischen Muslimen und Nichtmuslimen, die unweigerlich einen Solidarisierungsprozess von Muslimen nach sich ziehen werden.
Wann werden unsere Politiker begreifen, dass genau dies die Strategie der Terroristen ist?

Und wann werden wir Bürger endlich begreifen, dass es unverantwortlich weil selbstmörderisch ist, unseren Politikern weiter zu vertrauen?

BLOG – Armut in Rumänien – und wir können helfen

Endlich gibt es wenigstens für Rumänen die Möglichkeit, sich ihren Lebensunterhalt von uns Deutschen finanzieren zu lassen. Sie müssen lediglich nachweisen, dass sie sechs Monate in Deutschland verbrachten und sich bemühten, hier Arbeit zu finden.
Damit sind sie gemäß jüngstem Richterspruch berechtigt, Harz IV zu beantragen, wodurch sie – auch ohne zu arbeiten – etwa doppelt so viel Geld erhalten wie ein Industriearbeiter oder Lehrer in Rumänien.

Im Gegensatz zu dem Kosovo und Albanien ist Rumänien Teil der EU. Das ist fabelhaft für die rund 20 Millionen Rumänen, denn auf diese Weise können wir Millionen Menschen aus der Armut heraus helfen.
Ich bin sicher, die guten Neuigkeiten werden sich bald herumsprechen.

Wir sollten bald sämtliche Balkan Länder in die EU aufnehmen und bald vielleicht Afrika in einer „erweiterten EU“.

Ich bin froh, dass wir so kluge Politiker haben, die weitsichtig zu handeln verstehen.

Wir schaffen das!
Näheres in diesem SPIEGEL Artikel.

In diesem Video von SPIEGEL TV wird prognostiziert, dass die Sozialleistungen die Kommunen ca. 1 Milliarde Euro kosten können.

Das erscheint mir doch wenig gemessen an dem, was die Rettung der Banken und die Rettung Griechenlands kosten.