BLOG – Frohe Weihnachten !

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Hier der ganze Artikel.

Doch es gibt keinen Grund zur Panik. So wie unsere Regierungen den Flüchtlingsansturm organisatorisch hervorragend im Griff haben, werden uns auch Cyber Attacken von Terroristen nichts anhaben können.

Vorbildhaft für jede ausländische Regierung, wie unser deutscher Bundestag sein internes Internet gegen Angriffe schützt – mal von dem kleinen Zwischenfall im Herbst abgesehen, bei dem das gesamte Netz lahm gelegt wurde.

„Made in Germany“ – eine weltbekannte Marke im Wandel der Zeit.

Der Berliner Flughafen, die Deutsche Bank, Volkswagen, der professionelle Umgang mit dem Flüchtlingsstrom – das ist Deutschland heute, mal realistisch betrachtet.

Das einzig Aufbauende sind die Worte unserer Kanzlerin: „Wir schaffen das!“.
Wenn wir unsere Mutti nicht hätten, die uns Mut macht …

BLOG – Es ist nicht zu fassen

Dieser Bericht des SPIEGEL zeigt, wie die Berliner Verwaltung Flüchtlinge absichtlich absolut unmenschlich behandelt, aus reiner Willkür.
Die Menschen stehen die Nacht über in der Kälte in einer Schlange, um morgens um 9 Uhr, wenn die Behörde öffnet, die Chance zu haben, sich zu registrieren.

Dabei könnte man Wartenummern ausgeben. Niemand müsste sich dieser Tortur aussetzen.

„Die, die ganz vorne sind, stehen seit 20 Uhr hier. Die Menschen werden bis vier Uhr morgens hier stehen, wenn das Tor zum Gelände geöffnet wird, sich dann einmal kurz bewegen und dann weiter warten. Die, die am längsten stehen konnten und am schnellsten gerannt sind, werden als erste in der Terminvergabe drankommen. Das Amt öffnet um 9 Uhr morgens.

Die deutsche Hauptstadt im 21. Jahrhundert: Eine politische Situation, in der nur die körperlich Fittesten weiterkommen und darauf hoffen dürfen, ein Grundrecht gewährt zu kriegen. Wer nicht fit genug war, muss am nächsten Tag wieder kommen.“

Wie kann es sein, dass wir Bürger die Verantwortlichen einfach so weiter machen lassen?

BLOG – Wichtige Informationen zum IS

Eine unbedingte Empfehlung!

Ich sah eine gerade fertig gestellte SPIEGEL Dokumentation die deutschen Gefährder (Teil 3) und ein Innenansichten des BND zum IS (Teil 4)
Sie sind hervorragend recherchiert und eröffnen sehr tiefe Einblicke ins Thema.

Auch die ersten beiden Teile sind empfehlenswert.

Teil 1
Chronologie eines Terroraktes und eine Stadt im Ausnahmezustand

Teil 2
Chronologie eines Terroraktes und eine Stadt im Ausnahmezustand

Teil 3
Die deutschen Gefährder

Teil 4
Innenansichten eines Geheimdienstes

BLOG – An der Wurzel ansetzen

Nachdem ich den nachstehenden Artikel schrieb, fand ich einen bemerkenswerten Arteikelmit der Überschrift:

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Und nun mein Artikel, der genau hier ansetzt.

Gespannt verfolgen wir in den Nachrichten, was die Politiker unternehmen, um Terroranschläge möglichst im Vorfeld zu verhindern.
Doch wenn wir nur das tun, was wir schon immer getan haben, werden wir auch das bekommen, was wir schon immer bekommen haben: unbefriedigende, manchmal auch kontraproduktive Entscheidungen unserer Politiker.

Die Alternative: Selbst nachdenken, selbst Lösungsvorschläge finden und die in strukturierte diskursive Prozesse der Zivilgesellschaft einbringen.

Hier mein Vorschlag, wie wir Terrorismus im Westen im Keim fast vollständig ersticken können.

Wir Bürger sitzen doch alle in einem Boot, ob wir nun Christen, Buddhisten, Muslime oder Atheisten sind.
Was die Gefahr salafistischer Gewaltakte betrifft, so kann uns allen die muslimische Community sehr helfen.

Predigten von Imamen prägen die Überzeugungen und das Fühlen von Muslimen in großem Maße.
Es geht also darum, an dieser entscheidenden Stelle eine effektive Kontrolle zu installieren. Auch können Moscheen durch entsprechende Maßnahmen zu Meldezentren für Anwerbeversuche durch den IS werden.

So sollten folgende Verfügungen getroffen werden:

1. Die Leitung einer jeden Moschee (in Deutschland bzw. Frankreich, Belgien etc.) wird verpflichtet, von jeder einzelnen Predigt eine Tonaufzeichnung anzufertigen und diese an eine zentrale Behörde weiterzuleiten.

2. Mit jeder eingereichten Aufzeichnung ist ein kurzer Fragebogen auszufüllen, in dem relevante Fragen gestellt werden, wie etwa:
a) Hat der Prediger in der Predigt darauf hingewiesen, dass Gewalt mit dem Islam unvereinbar ist?
b) Hat der Prediger in der Predigt dazu aufgefordert, es der Leitung der Moschee sofort zu melden, wenn jemand aus dem Irak oder Syrien zurückgekehrt ist, einen Anschlag plant oder falls jemand versuchen sollte, einen Gläubiger für den IS anzuwerben?
c) Hat der Prediger etwas gesagt, das geeignet sein könnte, Unfrieden zwischen Muslimen und anderen Muslimen, Andersgläubigen oder Atheisten zu stiften?
d) Hat der Prediger zu Frieden, Verständnis und Toleranz gegenüber Andersdenkenden aufgerufen?

3. Die Leitung einer jeden Moschee darf nur solche Prediger zulassen, deren Predigten gute Bewertungen (s.o.) erhalten.

4. Jede Meldung über Anwerbeversuche durch Salafisten, Islamisten bzw. den IS sind unverzüglich an die zentrale Behörde zu melden.

5. Verstößt eine Moschee gegen eine dieser Auflagen, wird sie für einen Monat geschlossen. Im Wiederholungsfall wird sie für drei Monate, dann für ein Jahr etc. geschlossen.

Ein Artikel, den ich sehr empfehle:

Lamya Kaddor arbeitet als Lehrerin für Islam-Unterricht in Dinslaken-Lohberg, fünf ihrer ehemaligen Schüler gingen nach Syrien. Ihre Erfahrungen beschreibt sie in einem Buch.
Hier Auszüge, die recht genau beschreiben, was dazu führt, dass Jugendliche den Weg der Gewalt einschlagen, sich auf den Koran berufend.

Hier ein Interview mit ihr.

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Dieser Vorschlag mag nicht optimal sein, doch wenn ganz Deutschland (u.a.) auch über dieses Thema nachdenkt, so sollten daraus zu jedem Thema optimale Lösungsansätze hervorgehen, die den Ideen unserer Politiker weit überlegen sind.

What do you think?

BLOG – Hau ruck !

Hau-Ruck-Entscheidungen sind vor allem dann problematisch, wenn die Konsequenzen einer falschen Entscheidung katastrophale Folgen nach sich ziehen kann.

Die Anschläge von Paris sind nur die logische Folge der bisherigen Politik des Westens im Umgang mit dem Mittleren Osten. Aber das wissen wir ja bereits.
Sind wir klüger geworden? Denken wir in Zukunft gründlicher nach, bevor wir handeln?

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copyright: gapingvoid

Ob ein bestimmter Schachzug sinnvoll ist oder nicht, kann man bereits wissen, bevor man ihn ausführt.
So kann man auch schon heute wissen, ob es sinnvoll ist, Bodentruppen gegen den IS einzusetzen. Man kann schon heute wissen, ob es sinnvoll ist, Hunderttausend junge Männer ohne Perspektive in Flüchtlingslagern der Türkei, dem Libanon oder in Kenia heranwachsen zu lassen, wobei die internationale Gemeinschaft die Ausgaben für die Versorgung der Lager immer weiter reduziert.

Man kann schon heute wissen, was in Menschen vorgeht, die wir nötigen, über Monate in unseren Auffanglagern zu leben, zusammengepfercht mit Hunderten anderer Flüchtlinge. Oft leben Verwandte nicht weit weg, würden sie aufnehmen, doch sie dürfen nicht weg.
Warum nicht?
Weil bestimmte Politiker, die gerade das Sagen haben, das für richtig halten.

Ich muss bekennen, dass ich immer den Eindruck hatte, wir Deutschen könnten gut organisieren und könnten deshalb Pläne effizient umsetzen.
Dann kam der Berliner Flughafen…
Und dann kam ans Licht, wie dilettantisch wir beim Registrieren von Flüchtlingen vorgegangen sind und wie unfähig, das System schnellstmöglich umzustellen.

Wir gehören zu den wirtschaftlich stärksten Staaten der Erde, doch über unser Schicksal entscheiden Politiker, die den Anforderungen nicht annähernd gewachsen sind.

Nicht anders bei unseren amerikanischen Freunden. Ein Land mit vielen klugen Köpfen. Doch wen wünschen sich die Wähler ins Weiße Haus? Welchen republikanischen Hitzkopf lässt man demnächst ins Weltgeschehen eingreifen, über Krieg oder Frieden entscheiden?

Auch für diese Wahl gilt: „Every battle is won or lost before it starts“.

Wir wissen bereits heute, ob es eine gute oder keine gute Idee ist, Donald Trump zum Präsidenten der USA zu wählen.
Doch darum geht es nicht.
Es geht allein darum, ob es ihm gelingen wird, die amerikanischen Wählern mit Hilfe mehr oder weniger kluger Wahlkampfstrategien dazu zu bringen, für ihn zu stimmen.

Mein Leben lang habe ich mich ohnmächtig gefühlt, während ich beobachteten musste, wie die Menschheit sich nicht vernünftig zu organisieren weiß, wie sie unablässig Weichen falsch stellt.

Ich habe dann nach einer Lösung gesucht und glaube, eine gefunden zu haben.
Sie besteht darin, dafür zu sorgen, dass Regierungen künftig kluge Entscheidungen treffen. Und dass einzelne Staaten nicht mehr gegeneinander für ihre eigenen Interessen kämpfen, sondern erkennen, dass sie alle in einem Boot sitzen und dass es extrem gefährlich ist, wenn dieses Boot keinen Steuermann hat.

Wie das im Einzelnen in die Wege geleitet werden kann, habe ich u.a. in einem Video beschrieben.

Ich habe mich mit meiner Strategie auch ganz zurückgenommen und vorgeschlagen, stattdessen einen Wettbewerb um die klügste Idee auszurufen.

Auch mit diesem Plan habe ich niemanden begeistern können.
Zu fest sitzen bei den Menschen die Überzeugungen:

– „Man kann ja doch nichts machen“
– „Was uns bleibt, ist zu protestieren und Petitionen einzureichen“

Was mich besonders getroffen hat ist, dass u.a. diese von mir angeschriebenen Personen nicht reagierten, von denen ich mir Unterstützung, mindestens aber Dialoge versprochen hatte: Prof. Franz-Joseph Radermacher, Prof. Peter Kruse, Heiner Geißler, Marco Bülow, Anke Domscheidt-Berg, Jacob Augstein, Harald Schumann, Richard David Precht, Gregor Hackmack, Götz Werner, sämtliche Mitarbeiter des Instituts für Demokratieforschung in Göttingen…

Hau ruck!

Was die deutsche Politik betrifft, so werden CDU, CSU und SPD vor dem Hintergrund ihrer parteipolitischen Wettkämpfe auch weiterhin ihre wenig durchdachten Ideen durchzusetzen versuchen. Dabei geht es, wie immer, um kurzfristige Lösungen. Für langfristige, gut durchdachte Pläne und Strategien bleibt da keine Zeit.

In wenigen Wochen werden die ersten Flüchtlinge auf ihrem Weg durch den Balkan erfrieren.

Hoppla. Ja, natürlich war das vorauszusehen, doch wir hatten halt keine Zeit, hier geeignete Vorkehrungen zu treffen.
Man wird die Hunderttausend Flüchtlinge auf dem Weg nicht in geeigneter Weise unterbringen und verpflegen können. Eine vermeidbare Katastrophe wird seinen Lauf nehmen.

Vermeidbar ist natürlich auch der Tod der vielen Flüchtlinge, deren überfüllte Boote auf der kurzen Überfahrt aus der Türkei nach Samos sinken. Man könnte die Menschen stattdessen mit regulären Fähren reisen lassen, doch das möchte man nicht. Das reduzierte Risiko würde noch mehr Menschen ermutigen, zu uns zu kommen.

Und wo brauchen wir vielleicht auch die Meldung über viele erfrorene Flüchtlinge, um den Strom zu stoppen.

Was also sind bessere Strategien, um die Probleme zu lösen?

Fragen wir die Zivilgesellschaft. Sie ist unglaublich leistungsfähig, denn sie verfügt über unendlich mehr Intelligenz, Wissen und Kreativität als die paar Politiker, von denen wir erwarten, dass sie kluge Entscheidungen fällen.

Doch nicht nur qualitativ kann die Zivilgesellschaft punkten, sondern auch quantitativ.
In einem Netzwerk mit vielen Think Tanks können Hunderte Fragen gleichzeitig diskutiert und zu klugen Entscheidungen geführt werden.

Wie dies im Einzelnen geschieht, wird u.a. in der Beschreibung des Netzwerks beschrieben.

BLOG – Meine neue Aktivität

Der allererste Schritt zur Integration der Flüchtlinge ist das Erlernen der deutschen Sprache.
Ohne die geht gar nichts.

Der Staat kann nicht von heute auf morgen für jeden Flüchtling Sprachkurse auf die Beine stellen. Und so übernehmen auch hier ehrenamtliche Helfer den Job.

So wie in den offiziellen Deutschkursen werden auch hier Lernende mit ganz unterschiedlicher Lernerfahrung in einer Gruppe zusammengesteckt, darunter neben Akademikern auch Analphabeten oder Menschen, die zwar arabisch lesen und schreiben können, jedoch die lateinische Schrift nicht kennen.

Wir Deutschen sind gründlich. Also gehört zum Erlernen einer Sprache selbstverständlich die Kenntnis der Grammatik.
Nun erklären Sie einer Person, die in ihrem Leben vier Jahre lang die Schule besucht hat und etwas arabisch schreiben kann, was ein Personalpronomen, ein Adjektiv, was Plusquamperfekt, Komparativ oder Konjunktiv sind.

Müssen die das wissen?
Kinder lernen doch auch, Sprachen grammatikalisch richtig zu sprechen, auch ohne Grammatik gepaukt zu haben.
Warum also können wir unseren Flüchtlingen diese überflüssigen Hürden nicht ersparen?

Mir wird ganz unheimlich bei der Vorstellung, dass auch beim Thema Integration die Bürger erwarten, dass die Politiker die richtigen Ideen haben werden, dass sie Sprachkurse optimal organisieren.

Deshalb habe ich innerhalb von Best Ideas Future ein Konzept entwickelt, um das Erlernen der deutschen Sprache in die richtigen Bahnen zu lenken.

Ende des Jahres werde ich das Projekt hier vorstellen. Dann wird es in der Praxis getestet werden.

See you later …

BLOG – Der Mensch lernt aus Einsicht oder aus Katastrophen

Nach längerer Zeit möchte ich mich wieder zu Wort melden.
Zu viel läuft schief in unserem Staate, immer tiefer schlittern wir ins Chaos hinein.

Ich übertreibe?

Flüchtlinge, Turbokapitalismus, drohende Klimakatastrophe, Wasserknappheit, Kampf um Rohstoffe, neuer Kalter Krieg mit Russland …

Allein zum Thema Wirtschaft sagte Heiner Geißler, der einer konservativen Partei angehört:

„Noch nie in der Weltgeschichte standen wir vor der Alternative:
Entweder wir gehen alle zugrunde …
oder wir schaffen ein neues Wirtschaftssystem.
Das ist die Aufgabe, die vor uns steht“.


Wann also wollen wir aufwachen?

Vor einigen Monaten entdeckte ich die Gruppe „Demokratie Plus“, die u.a. von den von mir geschätzten jungen sehr engagierten Politikern Marcus Bülow (SPD Abgeordneter), Gregor Hackmack (u.a. abgeordnetenwatch.de) und Anke Domscheit-Berg (vielseitig politisch aktiv) gegründet worden.

Unsere Demokratie funktioniert nicht ganz so, wie sie soll. So die Erkenntnis von „Demokratie Plus“.
Und die Diagnose der Gruppe: Die Wahlbeteiligung sinkt kontinuierlich, weil das Vertrauen der Bürger in die Politik und die Politiker gesunken ist.
Die vorgeschlagene Therapie: Maßnahmen ergreifen, um dieses Vertrauen wieder herzustellen.

Ich schrieb mehrere provokante Leserbriefe mit dem Tenor: Die angestrebte Therapie wird keine Besserung bringen, denn schon das angestrebte Ziel ist das falsche. Warum?
Weil die Bürger Recht haben: Die Politik und die Politiker verdienen ihr Vertrauen nicht. Die geeignete Maßnahme wäre also, das Notwendige zu tun, damit neues Vertrauen gerechtfertigt ist.

Ich hatte mir einen offenen Diskurs mit „Demokratie Plus“ gewünscht, doch niemand wollte meinen Kommentar kommentieren. Stattdessen erhielt ich am 24. September diese Email:

Sehr geehrter Herr Ohelmann,
 
vielen Dank für ihre zahlreichen Kommentare bei Demokratie+. Wir möchten sie darauf hinweisen, dass Demoktratie+ ein moderierter Blog ist und wir nur Kommentare freischalten, die sich direkt auf die Artikel beziehen. Daher haben wir einige Kommetare von ihnen nicht freigeschaltet.
Wenn sie Fragen oder Anmerkungen haben, die sich nicht direkt auf den Inhalt eines Artikels beziehen, senden sie uns doch bitte eine Mail.
 
Freundliche Grüße
Die Herausgeber/innen von Demokratie+

Doch hinter den Kulissen wollte ich nicht mit den Leuten diskutieren. So schrieb ich:

Hallo,

ja, das ist völlig in Ordnung. Sie können auch gerne alle meine Kommentare entfernen.
Deren eigentlicher Adressat waren ja Sie, die Herausgeber, nicht die Öffentlichkeit.

Meine „messages“ an Sie habe ich bereits kommuniziert. Ich hatte geglaubt, auf diesem Wege eine interessante Diskussion anregen zu können. Doch die Herausgeber hüllten sich in Schweigen.
Ich werde mich nun mit meinen Ideen auch via Mail nicht aufdrängen.

Wie bereits geschrieben, gebe ich es auch auf, die breite Öffentlichkeit aufzuwecken.
So bleibt unser Mutterschiff Titanic also unbeirrt auf ihrem Kurs …

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Oehlmann

Nachdem ich schon bei vielen anderen Bürgern, Politikern und Journalisten auf taube Ohren gestoßen war und gehofft hatte, mit meinen Ideen bei den Initiatoren von Demokratie+ auf Interesse zu stoßen, war ich nun völlig desillusioniert.

Ich beschloss, meine Initiative vorerst auf Eis zu legen.

Inzwischen zeigt sich immer deutlicher, dass meine grundlegende These (die Politik ist den Herausforderungen unserer Zeit nicht gewachsen und wir als Zivilgesellschaft müssen mehr Verantwortung übernehmen) den Nagel auf den Kopf trifft.

Nicht erst in diesem Jahr sahen wir uns mit dem Problem konfrontiert, dass Flüchtlinge aus dem Nahen Osten keine andere Möglichkeit sehen, sich vor Bomben und dem Terror der IS in Sicherheit zu bringen, als eine lebensgefährliche Fahrt über das Mittelmeer zu wagen.
Was tun?

Das Thema ist umfassend und vielschichtig und es war allerhöchste Zeit, es entsprechend anzupacken.
Doch unsere europäischen Politiker unternahmen nichts.

Erst jetzt, wo jeden Tag zig Tausend Flüchtlinge in unser Land kommen, wacht man auf und räumt ein, dass es vielleicht doch keine so gute Idee war, die Ausgaben pro Kopf für Flüchtlingslager im Nahen Osten auf einen halben Dollar zu kürzen. Und man ist ganz langsam dabei, zu erkennen, dass wir einen wirklich durchdachten, umfassenden Lösungsansatz brauchen.

Doch zu dem sind die Politiker nicht imstande.

Sie schaffen es noch nicht einmal, das Notwendige zu veranlassen, dass die im Zusammenhang mit der Registrierung von Flüchtlingen involvierten Behörden Hand in Hand arbeiten und dabei natürlich auch Datensätze austauschen.

Wenn ich höre, dass Flüchtlinge in Berlin sich bereits um 2 Uhr morgens anstellen, um vielleicht später am Tag eine Wartemarke ziehen zu können, dann glaube ich, mich in einem völlig unterentwickelten Staat zu befinden.

Wie gerade in der Sendung „Hart aber Fair“ vom 9. November 2015 deutlich wurde, in der ausschließlich Helfer von ihren Erfahrungen berichteten, richten die vielen ehrenamtlichen Helfer recht schnell und spontan eigene funktionierenden Strukturen ein und koordinieren so ihre Arbeit. Eine Zusammenarbeit mit den Behörden gibt es nicht, denn da herrscht Chaos.

So unvermutet enttäuschend, wie sich die Behörden und die Politik dahinter als unfähig erweisen, so unvermutet ermutigend deutlich zeigt die Zivilgesellschaft, zu welchen Leistungen sie fähig ist.

Ich hoffe, der Groschen wird bald fallen, wenn sie erkennt, dass ihre Assistenz durch beherztes Eingreifen nicht nur notwendig ist, wenn es ums Sammeln und Verteilen von Kleidung geht, ums Organisieren von Essen, Betten und Unterkünften, sondern auch um die Denkarbeit.

Ich hatte in einem früheren Blog-Beitrag vom 26. April 2015 – er ist im Anhang dieses Artikeln zu finden – einmal die vielschichtigen Themen und Unterthemen strukturiert, aus denen sich die Flüchtlingsproblematik auseinandersetzt. Dabei wurde deutlich, was für eine Mammut Aufgabe hier zu bewältigen ist, weil jede einzelne der miteinander verzahnten Fragen die volle Aufmerksamkeit braucht und für sich und im Zusammenhang mit anderen gelöst werden muss.

Doch wer verfügt über die Kapazitäten, dies zu bewerkstelligen?
Unsere Politiker zeigen sich bereits bei mancherlei Teilfragen überfordert, was auch zum Teil darauf zurückzuführen ist, dass sie nicht nur die jeweils klügste Lösung zu finden versuchen, sondern gleichzeitig zu beachten haben, dass sie im Wettstreit der Parteien eine möglichst gute Figur machen.

Man stelle sich vor, DIE LINKE würde einen grandios guten Vorschlag zur Lösung eines Teilproblems unterbreiten – so ist mit Sicherheit davon auszugehen, dass SPD und die CDU/CSU dagegen ist.
Entsprechendes gilt, käme die Idee aus Reihen der SPD oder der Christdemokraten. Und was auch immer von der AfD vorgeschlagen werden würde, das hätte keine Chance auf Unterstützung durch andere Parteien.

Grandios, unsere Demokratie!

Später werde ich auf das Thema der Flüchtlinge zurück kommen.

Vor wenigen Wochen geriet VW in die Schlagzeilen: Um nur ein klein wenig Profit mehr zu machen, fassten die Manager von VW, Porsche, Skoda und Audi den Plan, die Öffentlichkeit zu bescheißen. Zum einen bauten sie eine Software zur Motorsteuerung ein, die Prüfer überlisten würde. Zum anderen machten sie gegenüber dem Kraftfahrtbundesamt bewusst falsche Angaben, was die Verbrauchswerte betraf. Man wusste, dass sich das Bundesamt auf die Herstellerangaben verließ und nicht selbst prüfte.

Wenn es denn so schwierig ist, bei einem Diesel Motor die Emissionswerte trotz geringen Verbrauchs an Kraftstoff niedrig zu halten und dies allen sachkundigen Ingenieuren von Kraftfahrtbundesamt, Automobilclubs und Medien bewusst ist, warum drückten dann alle Beteiligten ein Auge zu und deckten so einen Betrug, der den VW Konzern in die Insolvenz treiben kann.

Ein anderes Bundesamt verlässt sich nach wie vor auf die Angaben von Nahrungsmittelherstellern und amerikanischen Herstellern von Düngemitteln bzw. auf prüfende Institute, die den jeweiligen Industrien nahe stehen.

Offenbar sind auch die entsprechenden Lobbies so stark, dass der Staat im Zweifel die Augen zudrückt.
Genau so bei Rüstungsexporten.

Wenn VW täuscht und lügt wegen ein wenig mehr Profit, warum sollten nicht auch Düngemittelhersteller Risiken abstreiten, obwohl sie genau wissen, dass die real sind?

Ob Süßstoff Aspartam oder Mikrowelle: Die Gesundheitsbehörden drücken alle Augen zu, obwohl sie doch die Alarmglocken läuten sollten.

Und wer sind die Lobbyisten, die unsere Politiker beeinflussen und an vielen Gesetzen als „Experten“ mitwirken?
Welchen Lobbyisten ganz konkret hat die CDU und die SPD Hausausweise für den Bundestag ausgestellt, wollte Gregor Hackmack von abgeordnetenwatch.de wissen?

Darüber verweigerten diese Parteien die Auskunft.

Wie also sollen wir da der Politik noch vertrauen?
Wann beginnen wir, umzudenken?

Wie viel Katastrophe brauchen wir, um umzudenken?

„Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden“, warnte der gerade verstorbene Altbundeskanzler Helmut Schmidt.
Vielleicht erinnert man sich angesichts seines Todes auch dieser Worte und ahnt, dass es keine gute Idee ist, die Zukunft unserer Kinder „dummen“ Regierungen anzuvertrauen.

Vielleicht.
Vielleicht aber auch nicht.

ANHANG

Am Beispiel des Themas Flüchtlinge, das seit dem Frühjahr in Form von täglichen Meldungen über Ertrunkene im Mittelmeer auf sich aufmerksam machte, habe ich aus damaliger Perspektive aufgezeigt, wie die Zivilgesellschaft das Thema umfassend in Angriff und lösen kann.
Hier mein damaliger Artikel.

26. April 2015

Wie wird ein Thema im Netzwerk behandelt?

DIE VERTIKALE STRUKTUR
Das Netzwerk wird strukturiert für ein Thema bzw. Problem.
Von der Bereitstellung von Informationen bis zum abgestimmten Ergebnis.

DIE HORIZONTALE STRUKTUR
Nach demselben Prinzip wird jedes Thema bzw. Problem behandelt.
Es können beliebig viele sein.

Ein Thema wird zunächst von einem kleinen spezialisierten Team so aufbereitet, dass es in seiner Komplexität in einzelne Bereiche aufgesplittet und zunächst unabhängig voneinander diskutiert wird, als würde es sich um verschiedene Themen handeln.

Nehmen wir als Beispiel das Flüchtlingsproblem, eines der komplexesten Themen überhaupt.
Hier wird es zunächst zerlegt, um danach die Ergebnisse  zusammenführen und synchronisieren zu können.

STRUKTURIERUNG

Wir Europäer haben durch die Kolonialisierung in fremden Ländern und Kulturen großen Schaden angerichtet. Und auch wenn wir diese Länder später „in die Unabhängigkeit entlassen“ haben, so haben wir es oft nicht unterlassen, Länder auch weiterhin zu unserem Vorteil wirtschaftlich auszubeuten.
Bis vor Kurzem haben sich die katastrophalen Konsequenzen dieses Tuns ausschließlich in den betroffenen Ländern niedergeschlagen. Jetzt „erdreisten sich“ die betroffenen Menschen in Not, uns mit ihren Problemen „zu belästigen“.
Wir stehen nun in der Verantwortung, faire und durchdachte Lösungen zu finden, die sich nicht mittel- und langfristig als „zu kurz gedacht“ erweisen.

Indem die Vereinigten Staaten unter George W. Bush Irak den Krieg erklärte, verhielt sich die USA (wieder einmal) wie ein Elefant im Porzellanladen.
Eine Kette von katastrophalen Auswirkungen ist die Folge. 
Wir können uns keine Regierungen mehr leisten, die durch ihr Tun alles noch schlimmer machen, als es eh schon ist.
So müssen wir alles dafür tun, dass die Handlungen der Weltmacht USA bald von der Tea Party aus gesteuert werden.

Wenn wir einen übergeordneten Plan für das Flüchtlingsproblem erarbeiten, so sollte der langfristig angelegt sein.
Wir sollten also berücksichtigen, welche Flüchtlingsströme in den kommenden Jahrzehnten zu erwarten sind.
(So gehen die Prognosen beispielsweise dahin, dass sich die Bevölkerung auf dem afrikanischen Kontinent bis 2050 verdoppeln wird).

Und auch eins ist klar: Je besser es Flüchtlingen aus den Krisengebieten und den Ländern Afrikas es bei uns geht, desto mehr werden sich auf den Weg machen.

Das Thema Flüchtlinge muss ganz neu und umfänglich gedacht werden.

1. BOOTSFLÜCHTLINGE
1.1 Unmittelbar retten
1.1.1. Auf welche Weise retten?
1.1.2. Was soll mit Bootsflüchtlingen unmittelbar nach der Rettung geschehen?

2. MASSNAHMEN ERGREIFEN, DASS WENIGER MENSCHEN IHR LAND VERLASSEN WOLLEN

ÜBER DAS MEER
2.1 Dafür sorgen, dass weniger bzw. keine Flüchtlinge mehr über das Meer oder über Land flüchten
2.1.1. Geeignete Maßnahmen gegen Schlepperbanden ergreifen
2.1.2. Potentielle Bootsflüchtlinge speziell von der Flucht übers Meer abbringen

ÜBER DAS MEER UND ÜBER LAND
2.2.1 Ggf. Asylbewerberstellen auslagern, also an den Küsten und anderen Orten Afrikas und des Nahen Ostens einrichten
2.2.2. Bürgerkriegsregionen „beruhigen“ (was kann die EU tun, was kann das Ausland tun?)
2.2.3. Armut entgegenwirken, den Familien wirtschaftliche Perspektiven geben (so die Zahl der „Wirtschaftsflüchtlinge“ verringern)

3. ENTSCHEIDEN, WER BLEIBEN DARF
3.1. Nach welchen Kriterien wird entschieden?
3.2. Wer entscheidet?
3.3. Wo wird entschieden? (vor Ort, im Ankunftsland oder zentral)
3.4. Innerhalb welcher Zeit wird entschieden?

4. PROVISORISCHE UNTERBRINGUNG BIS ZUR ENTSCHEIDUNG

5. WIE UMGEHEN MIT ABGELEHNTEN FLÜCHTLINGEN

6. VERTEILUNG VON FLÜCHTLINGEN INNERHALB UND AUßERHALB EUROPAS

7. WEICHENSTELLUNG FÜR EIN NEUES LEBEN
7.1. INTEGRATION UND NICHTINTEGRATION
Flüchtling ist nicht Flüchtling: Es gibt ein breites Spektrum: Angefangen bei Analphabeten, die zuvor in einer wüstenartigen Landschaft im Dorf in ärmlichsten Verhältnissen lebten bis hin zu gut ausgebildeten Städtern, die in ihren Berufen erfolgreich waren.
In Europa jeden gleich zu behandeln, kommt weder den Interessen der betroffenen Flüchtlinge entgegen noch denen des Landes, das sie aufnimmt.

Flüchtlinge sollten also selbst entscheiden dürfen, ob sie sich integrieren möchten oder nicht.
a) schnell die Landessprache lernen, unter europäischen Einheimischen leben, sich schnell integrieren
b) lieber unter sich bleiben (nach eigenem Wunsch geordnet nach Stämmen, Sippen, Religionen etc.), zusammen in neuen Gemeinden lebend
(so siedelten sich Deutsche einst in Brasilien an)

8. HILFEN ZUR EINGLIEDERUNG VON FLÜCHTLINGEN
8.1. Maßgeschneiderte Lösungen, organisiert und überwacht durch Behörden
8.2. Kurden helfen Kurden, Sudanesen Sudanesen etc.
8.3. persönliches Engagement durch die Bevölkerung des Gastlandes

9. DAS PROGRAMM VON DER EIGENEN BEVÖLKERUNG MITTRAGEN LASSEN
Ein undurchdachtes, der Bevölkerung von einer Regierung aufgezwungenes Programm wird wenig Unterstützung finden.
Ein Programm allerdings, das von der Bevölkerung selbst erarbeitet wurde – wie bei BEST IDEAS FUTURE Now! – wird erheblich breitere Unterstützung genießen können.

10. WAS FÜR EINE ART VON EINWANDERER WÜNSCHT SICH UNSER LAND?
10.1. Thema Demoskopie
10.2. Mangel an bestimmten qualifizierten Arbeitskräften

11. FINANZIERUNG ALLER MASSNAHMEN

12. AUSGEGLICHENE INTERESSEN
Über allem sollte ein Ausgleich von Interessen zwischen Flüchtlingen und der Bürgern und Bürgerinnen des Gastlandes stehen.
Wir können nicht alle Menschen aus anderen Regionen der Welt aufnehmen und für sie sorgen, denen es wirtschaftlich viel schlechter geht als uns.

13. SYNCHRONISIERUNG DER FLÜCHTLINGSPOLITIK 
Es nutzt wenig, wenn wir Deutschen einen genialen Plan entwerfen, wie wir Europäer künftig mit dem Thema Einwanderung und Flüchtlingen umgehen wollen, wenn andere Staaten nicht mitziehen.
13.1. Ansätze, um dieses Problem zu lösen

Zu jedem Thema gibt es zunächst ein Brainstorming. Daraufhin wird aus den Ergebnissen eine „Landkarte der Möglichkeiten“ angefertigt. 
Nun werden jene Ideen gelöscht, die nicht mit den Werten und Zielen von BEST IDEAS FUTURE kompatibel sind.