Sanierung überlebensnotwendig

Das gemeinnützige Unternehmen ‚Planet Erde‘ besteht derzeit aus ca. 200 Abteilungen mit jeweils eigenen Kunden. Sie tragen Namen wie Deutschland, China, Kongo und Kuba. Und weil es kein übergeordnetes Management gibt, arbeitet jede Abteilung so, wie sie es für richtig hält, nämlich vor allem in die eigene Tasche. Die meisten Abteilungen haben einen gewählten oder auch selbst ernannten Abteilungsleiter; in einigen Abteilungen toben erbitterte Kämpfe um die Macht. Allen Abteilungsleitern ist gemein, dass es nicht die fähigsten Köpfe sind. Und einem gar nicht so kleinen Teil von ihnen geht es gar nicht in erster Linie um das Wohl ihrer Abteilung bzw. deren Kunden, sondern zunächst um ihr eigenes.

Was in keinem Betrieb vorkommen sollte: Manche Abteilungen haben andere überfallen und dann mitgenommen, was sie bekommen konnten. Auch Mitarbeiter, die dann als Sklaven arbeiten mussten. Manche Abteilungen arbeiten konstruktiv miteinander, andere gegeneinander. Sie führen sogar Kriege gegeneinander. Dafür haben sie schreckliche Waffen erfunden.

Viele Abteilungen leben seit längerer Zeit auf Pump. Die Rückzahlung der Darlehen wollen sie zukünftigen Generationen überlassen. Und auch das gesamte Unternehmen ‚Planet Erde‘ verbraucht mehr, als zur Verfügung steht. So verbraucht es Ressourcen, über die es eigentlich erst in der Zukunft verfügen dürfte.

So, chaotisch, wie das Unternehmen ‚Planet Erde‘ organisiert ist, ist es kein Wunder, dass es mit ihm kontinuierlich bergab geht.

Wie nun soll die Sanierung des Unternehmens angegangen werden?

Ich denke, es braucht dafür erfahrene Unternehmer, die ‚Planet Erde‘ neu strukturieren und dem Unternehmen dabei auch ein übergeordnetes Management verordnen („Weltinnenpolitik“).
Unternehmerisches Denken ist also gefragt. Deshalb halte ich es für äußerst sinnvoll, erfolgreiche Unternehmer wie Prof. Peter Kruse, Herrn Max Schön, Dr. Michael Otto und Prof. Götz Werner in die Planung mit einzubeziehen.

Die Sanierung wird kein Kinderspiel werden, zumal einige Abteilungen strikt dagegen sein werden. Sie fürchten um ihre Privilegien.
Da braucht es viel Fingerspitzengefühl und den Druck der Mitarbeiter und Kunden, die um die Existenz des ganzen Unternehmens fürchten.

Wer gegen wen? Das neue übergeordnete WIR

Bisher scheiterte die Lösung vieler globaler Probleme am Widerstand mancher Staaten, die nicht bereit waren, Nachteile für sich in Kauf zu nehmen.
Das wird auch weiterhin so sein – es sei denn – es findet ein generelles Umdenken statt, aus der Mitte der Zivilgesellschaft heraus.
Nur wenn das nationale Denken zurücktritt gegenüber einem übergeordneten WIR.
Doch jedes WIR braucht ein Außen. Wir Deutschen oder wir Europäer oder wir aus der Ersten Welt haben ein klares Außen.
Doch wenn das neue WIR die ganze Menschheit ist. Wer ist dann das Außen?
Es sind diejenigen, die sich den Interessen der großen Mehrheit entgegenstellen. 

Die Menschheit ist ein Superorganismus. Doch wir haben uns bisher alles andere als gut organisieren können.
Doch warum nicht? Wer hielt denn die Zügel in der Hand?
Das waren und sind die Eliten der reichen Welt.
Sie haben zunächst einmal sicher gestellt, dass es ihnen auch weiterhin gut geht und ihre Macht und ihr Reichtum möglichst schnell wächst.

Wenn es nunmehr um radikale Reformen zugunsten der breiten Mehrheit der Weltbevölkerung geht, dann ist zu erwarten, dass die reiche Elite mit allen Mitteln versuchen wird, derartige Reformen zu unterbinden.

Wir als Wahlvolk sind darauf konditioniert, uns der eigenen Nation zugehörig zu fühlen und die Menschen von woanders als nicht zu uns gehörend, als diejenigen, mit denen wir im Wettstreit liegen.
Diese Abgrenzung, diese Denkmuster sind tief in uns verwurzelt.

Nun müssen wir den entscheidenden Schritt vollziehen, das „wir“ anders zu sehen. Nicht „Die Deutschen, Briten, Japaner oder US-Amerikaner  im Wettstreit mit dem Rest der Welt“, sondern wir Menschen aus der ganzen Welt im Wettstreit mit denen, die eine Gesundung der Entwicklung auf der Welt blockieren.

Diese Umstellung muss zunächst damit beginnen, den Menschen überall deutlich vor Augen zu führen, wie die Mächtigen ihre Macht ausnutzen und wie sie sich bereichern.
Betrachten nicht viele von uns Steuerhinterziehung als Kavaliersdelikt? Ist es nicht in manchen Ländern zum Volkssport geworden, möglichst keine Steuern zu zahlen?
Dem vergleichsweise gering verdienenden Otto Normalverbraucher wird die Steuer gleich vom Lohn abgezogen, während die Unternehmer und Vermögenden hier weitgehenden Gestaltungsspielraum haben. 
Das führte zu einer immer größer werdenden Schere zwischen Arm und Reich.

Erst in den letzten Jahren haben einige westliche Staaten damit begonnen, einige Steuerschlupflöcher zu schließen. Doch dem widersetzen sich Staaten, die prächtig an der Hinterziehung von Steuern verdienen.
Würde weltweit alle Steueroasen dicht gemacht und eine Finanztransaktionssteuer von nur 0,01% – 0,1% eingeführt werden, so würden daraus jedes Jahr weltweit zusätzliche Einnahmen von Billionen Euro im zweistelligen Bereich resultieren. Mit diesem Geld ließe sich sehr viel auf der Welt bewegen.

Politik machtlos gegen Wirtschaft

Der Titel bezieht sich darauf, dass (nicht nur in) den USA mehr und mehr Konzerne ungeniert Steuerschlupflöcher nutzen, um möglichst gar keine Steuern mehr zu zahlen.
Dazu ein aktueller Artikel bei n-tv.de.

Der amerikanische Staat manövriert sich tiefer und tiefer in den Ruin, doch scheint machtlos.
Würde sich die empörte Zivilgesellschaft organisieren, könnte sie diese desaströsen Verhältnisse sehr schnell beenden.

Auszüge:


„Schlupflöcher im unübersichtlichen Steuergesetz haben mittlerweile ermöglicht, dass jeder vierte große US-Konzern überhaupt keine Steuern zahlt. Viele werden sogar vom Staat subventioniert, darunter vor allem Öl- und Rüstungsriesen, die höchst profitabel sind.
Die Auswirkungen sind spürbar: Die Steuerlast hat sich in den vergangenen Jahrzehnten in den USA dramatisch verschoben. Bis in die 80er Jahre zahlten Unternehmen ein Drittel der Steuern, die in Washington eingenommen wurden – heute kommt nur noch ein Zehntel der Steuereinnahmen aus Corporate America.
In Washington sorgt die Strategie schon lange für Empörung, doch unterbinden lässt sich das Spiel nicht. Dazu müsste der Kongress das umständliche amerikanische Steuergesetz umschreiben – das ist im aktuellen politischen Umfeld nicht machbar.“

Und wie reagiert die Zivilgesellschaft?

Gerade bietet sich anlässlich des aktuellen Steuer-Schachzugs von Burger-King die Chance zum Boykott der Kette, doch …


„Über Protestaktionen oder Boykotte muss man sich indes keine Sorgen machen. Wenn auch auf Facebook Tausende böser Kommentare eingehen, glauben Branchenexperten nicht an einen wirksamen Boykott. Es sei unheimlich schwer, bestimmte Gewohnheiten und Vorlieben der Verbraucher zu ändern, sagen Marktforscher. Das heißt: Wer bisher lieber zu Burger King als zu McDonald´s ging, der wird das wohl auch in Zukunft tun – vor allem wenn der Merger erst einmal aus den Schlagzeilen verschwunden ist.“

Plötzlich vegan …

Vorbemerkung:
In diesem Artikel beschreibe ich die für mich noch vor wenigen Monaten unvorstellbare Umstellung auf vegane Kost.
Doch es geht dabei um mehr als um meine persönliche Geschichte. Es geht darum, wie freiwilliger Verzicht Spaß und neue Entdeckungen mit sich bringen kann. Und es geht um einen ökologischen Ausblick bei dem Gedanken, wenn sich viele Menschen umstellen würden.

Vegan – das ist na noch schlimmer als vegetarisch!

Ich bin bekennender Liebhaber von Fleischgerichten, Wurst, Schinken, Käse, Joghurt, Schokolade usw.
Ein Abendessen ohne Fleisch – ok., das kam schon öfter vor – doch irgendwie hatte ich das Gefühl, dass etwas fehlte.
Auch bei Vegetariern eingeladen zu sein, machte nicht immer Spaß. Und noch viel anstrengender, Veganer bekochen zu müssen.

So ging das mein Leben lang.

Nun häuften sich die üblen Nachrichten über gesundheitliche Probleme mit Fleisch und Wurst in einem Maße, dass wir zunächst Wurst und Schinken weitestgehend aus der Küche verbannten. Und wir kochten öfter vegetarisch, probierten neue Gerichte aus, ersetzten Fleisch öfter durch angebratenen Tofu, der mit Sojasauce abgelöscht wird.
Das ging ganz gut.

Vor einiger Zeit traf ich mich mit einem langjährigen Geschäftspartner in einem Café, nachdem ich gerade im Fernsehen den Film gesehen hatte „Was uns wirklich nährt“. Als ich ihm von dem Film und meinen vegetarischen Kreationen berichtete, erfuhr ich, dass er bereits seit vielen Jahren Veganer ist. Aus rein gesundheitlichen Gründen.

Meine Aha-Erlebnisse

Warum er auch keine Molkereiprodukte mehr zu sich nimmt?
Er empfahl mir die Dokumentation „Gabel statt Skalpell“. Die konnte man neulich noch in voller Länge auf youtube sehen – gegenwärtig ist sie nur als DVD erhältlich. Hier der Link zu einem Trailer.

In der Doku wird ein kausaler Zusammenhang hergestellt zwischen unseren Zivilisationskrankheiten und der Ernährung mit Produkten tierischer Herkunft, auch Molkereiprodukten.

Als jemanden, der sehr gerne kocht, reizte mich die Herausforderung, einmal für begrenzte Zeit die Möglichkeiten der veganen Küche zu erforschen.
Inzwischen, drei Monate später, bin ich begeisterter Veganer geworden. Ich habe viele neue tolle Gerichte entdeckt und bereite selbst kreierte Dips als Brotaufstrich zu. Wie gesund ich mich inzwischen ernähre, wird sehr deutlich, wenn ich auf dem Förderband beim Discounter sehe, was andere Kunden so kaufen.

Ich bin nicht 100%ig konsequent. Fisch ist nach wie vor in der Küche willkommen. Auch ignoriere ich den Schafskäse im Pesto und habe neulich auch mit Genuss Würste vom Grill gegessen, als ich eingeladen war.
Gestern bin ich schwach geworden. Bei unserem Discounter sah ich ein Plakat, auf dem für die Produkte geworben wurde, die während der iberischen Woche angeboten werden. Da lachte mich ein Foto mit Chorizo an.
Ich war schon im Begriff, sie zu kaufen, fand sie jedoch nicht. Die Mitarbeiterin sagte mir dann, dass der Verkauf von Chorizo verboten worden war.

Oha. Nicht schwer zu erraten, was das bedeutet…

Gesundheitlich spüre ich ganz klare Veränderungen. Ich bin wacher. Außerdem bin ich ein Verdauungsproblem los, mit dem ich mich fast ein Jahr herumgeschlagen habe.

Vermisse ich Fleisch, Wurst, Käse und Joghurt? Nicht wirklich.
Auch weil ich weiß, dass ich es jederzeit essen könnte, wenn ich wollte. Die Ausnahmen sind auch wichtig, um mir das Gefühl zu geben, dass ich auf nichts verzichten muss.
Hätte die gesamte Aktion keinerlei gesundheitliche Konsequenzen, würde ich es lassen. Auch das Thema Tierschutz und der Umstand, dass ich als Veganer einen kleineren ökologischen Fußabdruck hinterlasse, würde mich nicht von Steaks, Carpaccio und Panna Cotta abhalten.

Doch wie gesagt – die gesundheitlichen Veränderungen sind für mich spürbar.

Noch vor wenigen Monaten hätte die Idee, ich würde mich vegan ernähren, pures Entsetzen bei mir ausgelöst. Heute ist alles anders.
Warum?

Freiwilligkeit ist der Trick. Und die Erlaubnis zu Ausnahmen

Ich bekenne, dass ich früher keine Vorstellung davon hatte, was für leckere Gerichte sich ganz vegan zaubern lassen. Und ich bin sicher, so geht es nicht nur mir.

Aus dieser Erkenntnis heraus entwickelte ich eine Geschäftsidee, die mich nach wie vor fasziniert. Es geht darum, die Menschheit von ihren Vorurteilen gegenüber vegetarischer und veganer Ernährung zu befreien, indem man ihnen Köstliches serviert.

Dies werde ich an dieser Stelle jedoch nicht weiter ausführen – doch auf Wunsch übersende ich gerne Informationen.

Hinter dem Projekt steht der Gedanke, dass wir bezüglich der Ernährung vieler Milliarden Menschen erhebliche Vorteile hätten, wenn sich mehr und mehr Menschen auf vegetarische bzw. vegane Kost umstellen würden.

Ins Glück locken

Wenn wir die Welt aus den Mienenfeldern heraus manövrieren wollen, so sind wir zunächst gut damit beraten, uns hierbei nicht auf die Politiker zu verlassen. Denn die von ihnen beschrittenen Wege haben unsere Probleme nur verschärft.

Wer soll es dann richten?
Die Zivilgesellschaft(en) soll(en) den Politikern den rechten Weg weisen, so dass sie dann entsprechend handeln. Dabei sollen die jeweils klügsten Lösungen zu jedem Problem herausgefiltert werden aus dem, was wir mit Hilfe eines intelligenten Systems aus der kollektiven Intelligenz generieren können.

Die Lösung ist ein intelligentes Netzwerk

Das Netzwerk liefert also die intelligenten Lösungen basierend auf einer bestimmten Aufgabenstellung und einem Wertesystem.
Die Aufgabenstellung und das Wertesystem werden im Vorfeld ermittelt, ebenso durch das Netzwerk.

Wie dies im Einzelnen aussehen könnte, dazu habe ich an anderer Stelle einen Vorschlag ausgearbeitet, als Grundlage für Optimierungen.
Natürlich wäre es auch völlig in Ordnung, wenn mein Konzept komplett durch ein besseres ersetzt wird.
Zum Glück gibt es Prof. Dr. Peter Kruse mit seiner Agentur nextpractice, die mir für diese Aufgabenstellung prädestiniert erscheint.

Weitere Informationen über ihn und andere Experten unter ABOUT / „INSTALLIEREN DES SYSTEMS“.

Wie entscheiden wir Menschen?

Entscheidungen treffen wir Menschen in so gut wie allen Fällen aus dem Bauch heraus, nicht aber als Ergebnis rationaler Überlegungen. Gerade bei komplexen Fragestellungen gibt es gar keinen anderen Weg.
Die entscheidenden Schaltstellen dabei: Das Angst- und Panikzentrum in den Mandelkernen. Und ihre Gegenspieler: Die Glücks- und Belohnungszentren.

Der Neuro Ökonom Antonio Rangel, Pasadena, zur Frage, wie schnell unser Gehirn komplexe Entscheidungen treffen kann:

„Wir haben herausbekommen, in 230 Millisekunden, also unwahrscheinlich schnell. Bevor Sie auch nur anfangen, über etwas bewusst nachzudenken, hat Ihr unbewusstes Gehirn auch schon entschieden, was richtig und was falsch ist.“
(Weitere Informationen dazu hier).

Entscheidungen auf der Basis von Intuition seien völlig in Ordnung, führt auch Prof. Kruse in diesem sehr interessanten Interview aus (ab Minute 10:26).
Der springende Punkt ist nur: auf welchen Informationen, auf welcher persönlichen Lerngeschichte basiert die Intuition?

Unsere Lerngeschichte beginnt in der frühesten Kindheit und erfährt laufende updates durch unsere Umgebung – insbesondere durch die Informationsquellen, denen wir vertrauen. Zum Beispiel einer Auswahl bestimmter Medien, den Meinungsführern innerhalb der Tea-Party Bewegung, dem Prediger in unserer Mosche oder einem anderen Guru.

Welche Ergebnisse wird also ein intelligentes Netzwerk vor diesem Hintergrund hervorbringen, wenn wir auf der Suche nach den besten Lösungen sind?
Da bin ich recht optimistisch, wenn ich an ein Netzwerk in Deutschland denke.

Doch welche vernünftigen Ergebnisse kann ich derzeit in Russland erwarten, in den USA oder in Syrien?
Und dies vor allem dann, wenn nicht wir als verantwortungsbewusste, vernünftige Strategen die Auswahlkriterien vorgeben, denen es um das Wohl der gesamten Menschheit geht, sondern die jeweiligen Gesellschaften selbst, basierend auf deren Wertesystem?

Dies sind aus meiner Sicht sehr schwierige Fragen, auf die ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen möchte.

Ich will vielmehr auf folgendes hinaus:

Um die Menschheit aus der Sackgasse herauszuführen, bedarf es Entscheidungen, die sich nicht an kurzfristigen Ergebnissen orientieren, sondern an langfristigen.
Doch die kurzfristigen sind uns viel näher.
Wir wollen lieber heute unseren Wohlstand weiter genießen und noch lieber ausbauen, als aus dem Gedanken an eine bedrohliche Zeit in zwanzig Jahren schon heute die Weichen so stellen, dass wir auf einen Teil unseres Wohlstands verzichten.
Wer von uns würde ab heute 10 oder 20% seines Einkommens dafür spenden, dass die armen Länder aufholen können und bald unseren Lebensstandard erreichen?

Doch ohne Verzicht kommen wir ja keinen Schritt weiter.

Menschen reagieren und entscheiden intuitiv auf der Basis von Ängsten und Belohnungen. Und genau hier ist die Schnittstelle für Manipulationen.

Ich meine, dass auch wir genau hier ansetzen müssen.
Damit die Menschen bereit sind, zu ihrem langfristigen Wohl auf etwas zu verzichten, müssen wir ihnen Anreize bieten, sich so zu verhalten und auch Ängste schüren, sich nicht so zu verhalten.

Ich habe mich in meinem Berufsleben niemals um meine Rente gesorgt. Im Alter bis 40 Jahre schien es mir noch eine Ewigkeit bis zur Rente zu sein. Danach war ich als Selbständiger beruflich so erfolgreich, dass ich glaubte, mir keine Sorgen über meine Altersversorgung machen zu müssen. So habe ich nur in die Rentenkasse eingezahlt, wenn es nicht anders ging.
Schließlich ging es durch verschiedene geschäftliche Unvorsichtigkeiten bergab. Und muss ich mich mit einer Rente von 251 Euro begnügen.

Heute wünschte ich, dass mir vor vielen Jahren sehr eindrucksvoll vor Augen geführt worden wäre, wie unklug es ist, das Thema Rente zu ignorieren, nur weil es erst in weiter Zukunft aktuell sein wird.

Wenn ich mir heute, im August 2014, die Bilder des in weiten Teilen zerstörten Gaza sehe mit Menschen, die Verwandte, Freunde und ihr Zuhause verloren haben, während die Hamas weiter Raketen nach Israel schießt, so frage ich mich, wie die Hamas so viele Unterstützer hatte und hat.
War es nicht vorauszusehen, dass das militärisch überlegene Israel so reagieren würde wie es reagierte?
Sicher – doch aus der Sicht von vor zwei Monaten war dies die zukünftige Situation. Die Menschen reagierten jedoch auf die Situation von damals: eine jahrelang währende Blockade, ohne dass sich etwas bewegte, Schikanen der Israelis und so weiter.
Die militanten Palestinenser fühlten sich im Recht, mit Raketen auf Israel zu schießen und Rache zu nehmen an dem, was die Israelis ihnen angetan hatten.

Wenn starke Emotionen im Spiel sind, handeln die Menschen, ohne Rücksicht auf Verluste. Auch wenn sie wissen, dass sie schon bald dafür büßen müssen.

Auch Diebe, Räuber, Betrüger und andere Kriminelle handeln so leichtsinnig, als gäbe es kein Morgen. Das Belohnungssystem lässt sie völlig vergessen, dass sie schon mehrmals im Gefängnis gelandet sind.

Wie also kann man Menschen davon abbringen, etwas zu tun, das ihnen gerade richtig erscheint, jedoch objektiv mittelfristig schlecht für sie ist?
Sicher nicht durch Verbote, Aufrufe und Bitten.

Eher durch positive Anreize und/oder durch das eindrucksvolle Aufzeigen der negativen Konsequenzen, wenn sie sich unvernünftig verhalten.

Hierzu zwei Beispiele, über die ich demnächst in separaten Artikeln schreiben werde:
– Das Problem der Not und der bevorstehenden Überbevölkerung in Afrika lösen
– Motivieren zur Umstellung auf vegane Ernährung

Ins Glück locken

Ich will auf Folgendes hinaus:
Es reicht aus meiner Sicht nicht, die Struktur für ein intelligentes Netzwerk auszuarbeiten und dann darauf zu hoffen, dass die Zivilgesellschaften der Welt nicht kurzfristig zu ihrem eigenen Vorteil, sondern langfristig zum Vorteil aller zu denken und fühlen beginnen.

Es bedarf vielmehr zunächst des Aufbaus eines geeigneten Wertesystems und weiterhin bestimmter Anreize innerhalb dieses Systems.

Ich meine, dass BEST IDEAS FUTURE unbedingt nationale wie auch eine internationale online-Zeitung herausgeben sollte, ebenso sollten Rundfunk – und Fernsehsender wie auch youtube-Kanäle dafür sorgen, dass die Zivilgesellschaften mit adäquaten Informationen versorgt werden.

Auf unterschiedlichen Wegen muss die Bildung eines neuen, übergreifenden WIR-Gefühls lanciert werden.

Niemand möchte gerne manipuliert werden. Und doch geschieht es fortwährend, mit uns allen.
Um der Menschheit zum Überleben zu verhelfen, halte ich es für notwendig und legitim, sämtliche geeignete Techniken der Manipulation einzusetzen.

Any objections?

Der Blick von außen

Vor einigen Wochen schrieb ich ein fiktives Interview, das meinen Blick von außen auf die Situation beleuchtet, in der sich die Menschheit befindet.
Vielleicht ist der Ansatz ganz gut geeignet, um Außenstehende an das Thema heranzuführen.

What do you think?

Besucher: Also ich bin überwältigt von der Schönheit Eures Planeten. So etwas habe ich noch in keiner anderen Galaxie gesehen.
Wer steuert eigentlich Euer Mutterschiff Erde?

Erdbewohner: Niemand. Es steuert sich selbst, dreht sich täglich 1x um sich selbst und jedes Jahr einmal um die Sonne. Da müssen wir auch nichts nachjustieren.

Besucher: Ich habe beobachtet, dass ihr so einiges in der Natur „nachjustiert“. Warum ist das notwendig?

Erdbewohner: Was denn zum Beispiel?

Besucher: Ihr habt zum Beispiel einen großen Teil Eurer Wälder gerodet, Flüsse begradigt, Staudämme gebaut, die Meere fast leer gefischt. Ihr holt Kohle und Öl aus der Erde und verbrennt es, womit Ihr riesige Mengen CO2 in die Atmosphäre befördert, womit ihr natürlich Euer Klima beeinflusst. 

Erdbewohner: Ach das meinst du. Stimmt. Ja. Aber wir haben mittlerweile erkannt, dass das dumm war. Und hören damit auf.

Besucher: Ist das so?

Erdbewohner: Also, wir sind dabei, damit aufzuhören.

Besucher: Wie organisiert ihr euch eigentlich? Wer lenkt denn euer Mutterschiff Erde?

Erdbewohner: Also das machen wir zusammen. Das sind im Moment 197 Kapitäne. Aus jedem Staat einen.

Besucher: Sehr gut. Und die bestimmen gemeinsam den Kurs und instruieren dann Euren Steuermann.

Erdbewohner: So ungefähr.

Besucher: Hm …, also auf meinen Instrumenten kann ich ablesen, dass Euer Mutterschiff gerade auf ein Feld von Eisbergen zusteuert. Bist du sicher, dass der Steuermann weiß, was er tut?

Erdbewohner: Also genau genommen haben wir keinen Steuermann. Bei uns ist immer der Autopilot eingeschaltet. 

Besucher: Ist denn Euren 197 Kapitänen klar, dass es bald sehr eng werden wird auf eurem Planeten, bei eurer hohen Geburtenrate? Bereits heute verhungern täglich 30.000 Menschen. Und schon jetzt baut ihr hohe Zäune, damit die Armen nicht in reichere Regionen eindringen.

Erdbewohner: 30.000 Menschen verhungern täglich? Ist das wahr?

Besucher: Ach das weißt du gar nicht?

Erdbewohner: Wie auch immer. In jedem Fall helfen wir ja den Hungernden. Wir schicken Lebensmittel und helfen den armen Ländern dabei, auf die Beine zu kommen.

Besucher: Indem Ihr Produkte von dort kauft, aber die Leute nicht so für ihre Arbeit bezahlt, dass sie davon leben können?

Erdbewohner: Also das ist jetzt polemisch. Wir können das Gespräch auch beenden.

Besucher: Sorry. Ich versuch ja nur zu verstehen, wie ihr Erdbewohner so tickt. Seid ihr denn mal auf die Idee gekommen, dass die Nahrungsmittel problemlos für alle reichen würden, wenn ihr aufhören würdet, Eure Äcker zu einem großen Teil dafür zu nutzen, Euer Vieh zu ernähren?

Erdbewohner: Und dann? Was machen wir ohne Fleisch, Milch und Käse? Wir Menschen brauchen das tierische Eisweiss, um uns zu ernähren.

Besucher: Auch ja? Da sind Eure Vegetarier und Veganer aber anderer Meinung.
Ich will euch ja nicht zu nahe treten, doch ich hab den Eindruck, dass bei euch manches drunter und drüber geht. Seit Jahrtausenden bringt ihr euch gegenseitig um wegen Macht und Geld und Religion, 2/3 der Menschen leben in Armut, während 1% der Bevölkerung auf euren Reichtümern sitzen. Ihr taumelt hinein in eine Klimakatastrophe und in eine Bevölkerungsexplosion. Und das weitestgehend unkontrolliert. 

Und was sagt die nächste Generation dazu?

Erdbewohner: Na die interessiert sich nicht sonderlich dafür, tauscht sich lieber mit ihren Freunden auf Facebook aus und schaut nach geilen Klamotten.

Besucher: Ich hab gehört – großartige Leistung – die Bundesrepublik Deutschland will in der nächsten Legislaturperiode das erste Mal keine Schulden machen, nicht über ihre Verhältnisse hinaus leben. Wer soll eigentlich die Schulden zurückzahlen, die euer Land in der Vergangenheit gemacht hat? Ich fürchte, da kommt auch eine Finanzkatastrophe auf euch hinzu. 

Erdbewohner: Oh je, wie viel Schulden haben wir denn im Moment?

Besucher: Es sind 2.155 Milliarden Euro.

Erdbewohner: Keine Ahnung. Na das werden dann unsere Kinder und Enkel zurückzahlen müssen.

Besucher: Mit Verlaub – Eure 197 Kapitäne scheinen das offenbar nicht so richtig hinzubekommen mit den Geschicken der Menschheit. Habt ihr Menschen denn mal daran gedacht, euer Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und euren Regierungen zu sagen, was sie zu tun haben?

Erdbewohner: Das machen wir durch Wahlen. In manchen Ländern geht das auch ganz gut, in anderen …

Besucher: Also, Politiker tun meist das, wozu die Lobbyisten sie drängen und was ihnen gerade für ihre Partei günstig erscheint. Nein, ich meine nicht die Demokratie nach westlichem Zuschnitt. Ich meine vielmehr, dass ihr die Möglichkeiten nutzen solltet, die sich euch durch die globale Vernetzung eurer Bevölkerungen heute bieten. Da könnt ihr euch austauschen und gemeinsam herausfinden, welches die besten Kurse sind, euer Mutterschiff zu steuern, und dann sollen eure Politiker es so umsetzen. Fertig.

Erdbewohner: Wir haben uns ja schon vernetzt und zig Tausend Initiativen gegründet, nehmen unser Schicksal also schon auch selbst in die Hand.

Besucher: Ihr wollt doch gemeinsam etwas erreichen. Also müsst ihr das organisieren und zentral steuern. Wenn Tausend Grüppchen, jedes für sich und wie es denkt, aufs Geradewohl vorprescht, werdet ihr die großen Probleme nicht lösen können. Setzt doch das enorme Potential ein, über das die Menschheit verfügt und lenkt es, wie mit Parabolspiegeln, auf die Aktionen. Was meinst du, was die für eine Power bekommen.

Erdbewohner: Das ist ja nett gedacht, doch wie sollen die Menschen dazu bewegt werden, sich in dieser Weise zu organisieren? Die neigen doch dazu, das zu tun, was sie schon immer getan haben. Sie sind es gewöhnt, regiert zu werden und sich machtlos zu fühlen.

Besucher: Du solltest Meinungsführer ansprechen, und die werden es überzeugend verbreiten. 

Doch stelle zunächst ein kleines Team mit viel Power zusammen. Ich denke dabei an Dr. Daniel Dahm, Prof. Radermacher, Max Schön, und natürlich Prof. Peter Kruse. Gut möglich, dass auch Prof. Götz Werner, Dr. Michael Otto, Sandra Maischberger, Richard David Precht und viele andere helfen wollen, das Projekt so schnell wie möglich an den Start zu bringen.
Sprich sie einfach an!

Wenig Hefe wird genügen, um den Teig zum Treiben zu bringen. Denn die Zeit ist mehr als reif. 

Viel Erfolg!

Ist die Lage aussichtslos ?

Kämpfen wir gegen Windmühlenflügel, die wir uns gegenwärtig bemühen, die nächsten Generationen vor einer bald unabwendbaren Katastrophe zu bewahren?

Gestern war wieder so ein Tag…

– die neuesten Nachrichten über die unfassbare Brutalität von Kämpfern, die sich dem „Islamischen Staat“ angeschlossen haben und die sich in Syrien und dem Iran immer schneller ausbreiten – vor dem Hintergrund einer nach wie vor fehlenden Strategie der Kräfte in der Welt, die sich dem IS in den Weg stellen wollen

– die neuesten Nachrichten aus Afrika über die Ausbreitung von Ebola und dem Problem, der Bevölkerung klar zu machen, dass es für sie überlebenswichtig ist, ihr kulturell verankertes Verhalten gegenüber Kranken und Toten durch eines zu ersetzen, das ihnen von Weißen vorgegeben wird

– die düsteren Prognosen des Club of Rome hinsichtlich der Chance, das prinzipiell Mögliche für 2050 doch noch zu erreichen, nämlich das 2° Ziel und eine Zukunft für die kommenden Generationen ohne Brasilianisierung. Die Rede ist ja auch von einem Kollaps, der eine ganz neue Phase für die Menschheit einläuten würde. Ist er gar unausweichlich, wie Mathematiker vorhersagen, die uns an die exponentielle Vermehrung der Seerosen erinnern, an den letzten Tag vor ihrer letzten Nacht?

Dann heute früh der erlösende Gedanke:
Nein, wir werden es nicht schaffen, die Katastrophe abzuwenden. Wir werden es nicht schaffen, wenn wir so weitermachen, wie bisher. Wenn wir nämlich weiter auf ein Wunder warten, auf die Weisheit und Einsicht der Politiker. Wenn wir – die Zivilgesellschaft – nichts anderes tun, als brav wählen zu gehen, an die eine oder andere Hilfsorganisation zu spenden und dann und wann eine Petition zu unterschreiben.

Ja, wir werden verlieren.
Es sei denn, wir wachen plötzlich auf und bemerken, dass wir ja noch einen Joker haben, den wir ins Spiel bringen könnten.
Sie werden es sich denken – es geht um die Möglichkeit des klugen Eingreifens ins Geschehen durch die Zivilgesellschaft.

Der Gedanke ist ganz simpel: Unsere Chancen vergrößern sich natürlich immens, indem wir eine Kellektivintelligenz initiieren und sämtliche andere verfügbaren Potentiale der Zivilgesellschaften zu mobilisieren.

Und dann schon wieder ein Dämpfer: Die Lektüre eines Artikels im SPIEGEL 34, in dem die russische Schriftstellerin Ljudmila Ulitzkaja sich darüber beklagt, wie das russische Volk – einschließlich vieler Intellektueller – die moralische Orientierung verloren hat.
Und sie zieht eine Parallele zur Zeit vor Hundert Jahren und schreibt:

„Die Euphorie, die sogar herausragende Intellektuelle Europas
zu Beginn des Ersten Weltkriegs empfanden, zeugt davon,
dass selbst der hoch entwickelte Intellekt der in der Natur
des Menschen-Tieres angelegten Aggression nichts entge-
genzusetzen hat, dass er leicht in die Fänge des Nationalismus,
der Idee von der Einzigartigkeit des eigenen Volkes gerät.
In jenen Jahren teilten auch Thomas Mann, Robert Musil und
Hugo von Hofmannsthal die militärische Begeisterung, weil sie
den Krieg als Reinigung von bürgerlichem Mief und Stagnation
betrachteten.

So verrieten Kulturschaffende, die stets als Gegengewicht zur
Politik gewirkt hatten, ihre eigentliche Bestimmung und miss-
achteten ihre eigenen moralischen Prinzipien. Heute stehen wir
nicht mehr vor der Wahl zwischen Krieg und Frieden, sondern
vor der Wahl zwischen Frieden und vollständiger Auslöschung
der Menschheit.

Die heutige Welt ist nicht mehr in Weiße und Schwarze, in
Juden und Araber, in Muslime und Christen, in Arme
und Reiche, in Gebildete und Ungebildete gespalten, sondern
in diejenigen, die das begreifen, und diejenigen, die das nicht
begreifen wollen.“

Lügen wir uns also selbst in die Tasche, wenn wir nun auf die Zivilgesellschaften setzen, die es angeblich richten können, wenn die Zivilgesellschaften auch nicht klüger sind als die von ihnen gewählten Politiker?

Welchen politischen Kurs gegenüber dem Westen würde die heutige russische Gesellschaft Putin empfehlen, wenn sie über web 2.0 befragt werden würde?
Welchen Kurs würden die Palestinenser sich wünschen oder die Ägypter gegenüber Israel?
Und wie sähe die US-amerikanische Politik aus, wenn das Volk direkt zu einzelnen Fragen abstimmen und bestimmen könnte?

Ich würde bei diesen Fragen gerne einmal differenzieren, um die Unterschiede herauszufinden, wenn ich einmal die gebildeteren 30% der Bevölkerung befragte und einmal jeden Bürger des jeweiligen Volkes.

Ja – Demokratie ist toll, weil die Stimme eines armen Schluckers genau so viel zählt wie die des Wirtschaftskapitäns.
Und nein, die Demokratie in der verbreiteten Form ist nicht so toll, weil die Stimme eines politisch Hirnlosen genau so viel zählt wie die eines politisch gebildeten Bürgers. Dadurch wird der Ausgang von Wahlen auch weitgehend vom vertrauenswürdigen Lächeln auf den Wahlplakaten, von populistischen Wahlversprechen und von Wahlempfehlungen der Boulevardpresse bestimmt.
Und die Konsequenzen muss dann das Wahlvolk gleich für mehrere Jahre tragen, indem es von Figuren wie Hitler, Bush, Berlusconi oder Erdogan angeführt wird.

Nein – um Gotteswillen – ich will unsere geliebte Demokratie in der jetzigen Form nicht abschaffen, auch (zunächst) nicht reformieren.
Ich will die gewählten Politiker nur durch einen großen „Rat der Weisen“ bzw. den Druck der Zivilgesellschaft beaufsichtigt, kontrolliert und geleitet sehen.

Ja, ich gebe zu – unter „Zivilgesellschaft“ verstehe ich hier nicht die Meinung von Otto Normalverbraucher multipliziert mit der Wahlberechtigten im Lande. Ganz ‚undemokratisch‘ denke ich vielmehr an die gebildete Elite eines Landes.
Auch die mag verblendet sein, von patriotischen Gefühlen und vom Willen nach Verteidigung des eigenen Wohlstands geleitet – doch zugleich eher imstande, den Ernst der Lage zu verstehen und gewillt, einen verantwortungsvollen Blick in die Zukunft zu wagen.

Good-bye, Schafselefant!
Welcome, sexy Giraffe!

Wir wachsen auf im Bewusstsein, dass wir da unten von denen da oben regiert werden und zu ertragen haben, was die da oben sich ausdenken. Und wenn die da oben meinen, wir sollen gegen unsere Nachbarn in den Krieg ziehen, dann machen wir das halt. Weil es unsere bürgerliche Pflicht ist.

Einstein: „Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde zu sein,
muss man vor allem ein Schaf sein.“

Dass wir ein Schaf sind in einer großen Herde und unser Hirte der Herr über allem, das sitzt tief in uns.
Wie nun können wir uns von dieser Idee befreien?

Wir brauchen etwas, das dieses Denken, diesen dicken Elefanten in unseren Köpfen blass aussehen lässt.
Und das ist etwas ganz Neues, etwas, das sich aufregend anfühlt, das sexy ist.

Hey – wir bestimmen ab heute einfach in unserer Demokratie mit. Nein, wir bitten nicht um Erlaubnis, ein Bürgerforum zu einem bestimmten Bereich einzurichten, um der Politik zu vermitteln, was wir für wünschenswert hielten – wir bauen, ohne um Erlaubnis zu fragen, ein intelligentes System auf der Basis von web 2.0 auf.

Die von der UN rund um den Globus befragten eine Million Bürger antworteten auf die Frage: In welcher Welt wollen wir leben?“ zu allererst, dass sie eine stärkere Rolle bei der Gestaltung und Veränderung der Welt wahrnehmen möchten.

Die Good News ist: Ab heute dürft Ihr mitbestimmen, zu sämtlichen Themen, die euch am Herzen liegen!

Wenn das keine „sexy Giraffe“ ist …
(Die ist es allerdings nur, wenn die News mit lauten Fanfaren verkündet wird und durch alle Medien geht. Von Deutschland aus, und dann in die Welt hinaus. Das muss vorbereitet werden, wenn es soweit ist!)

Doch zunächst und vor allem braucht es einen Schlachtplan

Viele Menschen, Aktivisten, NGOs und Politiker haben die allerbesten Absichten.
Vielleicht gibt es bald hundert oder tausend Unterstützer für ein Modell wie BEST IDEAS FUTURE.
Doch was können wir ohne einen umfassenden Plan ausrichten?

Ohne Plan bewegen wir so wenig wie die vielen empörten Politiker, Regierungen und Milliarden Menschen, die etwas gegen den IS unternehmen wollen.

Ich persönlich kann und will einen solchen Plan nicht entwickeln. Es braucht ein kleines Team, das ab jetzt daran zu arbeiten beginnt.
Es braucht die sieben Samurai, die den anderen den Weg zeigen.

Ich habe die ersten potentiellen Mitstreiter angesprochen.
Die fanden meine Ideen interessant und möchten sich gerne einbringen. Doch leider haben sie im Moment keine Zeit. Auch keine Zeit für ein persönliches Treffen.

ok.
Es gibt eben andere Aktivitäten und Verpflichtungen. Das verstehe ich gut.

Doch zurück zu meiner Eingangsfrage:
Ist die Situation aussichtslos?
Ja, absolut aussichtslos, wenn wir so weitermachen, wie bisher.
Nur wenn wir alle Möglichkeiten nutzen, die wir haben, gibt es vielleicht eine Chance zum Abwenden der Katastrophen.

Ob es dann gelingen kann, lässt sich nicht voraussagen.
Sicher ist nur eins: Es gibt keine Alternative dazu, die besten Ideen umzusetzen, die uns einfallen.
Und zwar jetzt!

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Frau Merkel ist leider verhindert

Gerade erhielt ich eine Nachricht von Avaaz:

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Dem deutschen Volk ist die Klimapolitik der Bundesregierung laut Umfragen zu wenig ambitioniert. Doch das interessiert weder die CDU, noch die Regierung noch Frau Merkel.
Tolle Demokratie, in der wir alle vier Jahre das Gesamtpaket einer Partei wählen dürfen und ansonsten nur die Möglichkeit haben, dann und wann mit einer Petition „Bitte bitte“ zu signalisieren.

Es wird höchste Zeit für ein geeignetes Instrument direkter Demokratie, die auch sehr spontan reagieren kann mit dem Druck von zig Millionen Wählern … Ich empfehle BEST IDEAS FUTURE …

Die Öffentlichkeit wach rütteln

Mein Vorschlag ist, die ersten, hoffentlich großzügigen Spenden zu einem großen Teil in die persönliche Ansprache von Multiplikatoren (deutschen Prominente und andere Meinungsführer) zu investieren.

Können wir 300 Multiplikatoren für die Unterstützung des Global Masterplan bzw. BEST IDEAS FUTURE begeistern, so werden wir bald einen sehr großen Teil der deutschen Zivilgesellschaft hinter uns haben.

Rede von Prof. Dr. Dr. Radermacher

Heute fand ich „zufällig“ diese hervorragende Rede von Prof. Dr. Dr. Radermacher.

Er vermittelt wirklich sehr klar, wie die Probleme gelagert sind und zeigt auf, wo wir hin müssen, um global die Grundlagen für eine ökosoziale Marktwirtschaft zu legen und die gesetzten Klimaziele doch noch rechtzeitig zu erreichen.

Wir brauchen

– eine neuartige demokratische Weltinnenpolitik, die u.a. sämtliche Schlupflöcher für Steuersünder stopft und

zum Erreichen des 2° Ziels brauchen wir
a) genügend private Käufer von CO2 Zertifikaten, die in einen Safe gelegt und niemals gebraucht werden
b) wir brauchen genügend private Investoren zur Finanzierung von Aufforstung, mit der wir CO2 wieder aus der Atmosphäre herausholen können

Beides muss so bemessen sein, dass wir das ausgleichen, was durch den Abbau von CO2 Emissionen real nicht erreicht werden kann, was aber zum Erreichen des 2° Ziels notwendig ist.

Und wie kommen wir dahin?

Prof. Radermacher gibt hier zwei Hinweise:

Wir brauchen viele scharf denkende Köpfe und ein Denken „out of the box“.
Wir müssen neue Wegen gehen.

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Zur Lösung habe ich da eine Idee …